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Zu den großen Wänden des „Patagonien Zentralasiens“: Alpinkader NRW startet Expedition nach Kirgistan

Vom 16. Juli bis zum 16. August 2019 werden die Jungs vom DAV Alpinkader NRW im Pamir-Alai-Gebirge unterwegs sein. Es ist die Abschluss-Expedition des Landeskaders.

Ziel ist das Kara-Su-Tal im Südwesten Kirgistans, berühmt für seine Granit-Bigwalls. Neben hochalpinen Felsklettereien warten auf die Kader-Jungs auch kombinierte Wände an Bergen mit bis zu 5500 Metern Höhe.

Die geplante Reiseroute führt von Frankfurt (Main) über Moskau nach Osch im Süden Kirgistans. Von dort fahren die vier Kadermitglieder Martin Brückner (DAV Duisburg), Moritz Krämer (DAV Siegerland), Sebastian Sarx (DAV Köln) und Merlin Mannich (DAV Siegburg) sowie ihre zwei Expeditionsleiter Kadertrainer Charly Langbein (DAV Bonn) und Bergführeranwärter Benedikt Hiebl (DAV Freilassing) nach Ozgerush. Es folgt ein zweitägiger Fußmarsch ins Basecamp im Kara-Su-Tal. Pferde und Esel werden das Gepäck auf der etwa 50 Kilometer langen Strecke transportieren, organisiert von der Agentur Ak-Sai Travel. Auch im Basecamp kann der Alpinkader auf die Unterstützung der Agentur mit Sitz in Bischkek zählen. Bei sämtlichen alpinen Aktivitäten sind die Jungs auf sich allein gestellt.

Hochalpines Felsklettern und kombinierte Anstiege an großen Gipfeln

Im Basecamp verbringen die Athleten 23 Tage. Ihre Ziele: freie Klettereien und Bigwallrouten an den Granitwänden des Asan (4230 Meter), Russian Tower (4300 Meter) und Peak 4810 (4810 Meter). Außerdem stehen Hochtouren am Pik Piramidalny (5509 Meter) und am Kara-Su (5309 Meter) auf dem Plan.

Sascha Müller (DAV Bonn) sowie Bergführer und Trainer Fritz Miller (DAV Reutlingen) können aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Expedition teilnehmen. Bergführeraspirant Benedikt Hiebl, der für den verletzten Miller einspringt, war bereits auf einer Expedition im Kara-Su-Tal. Alpinkader-Organisator David Colling ist froh, dass der 26-Jährige das Team des Alpinkaders unterstützt: „Nicht nur wegen seiner Ortskenntnisse ergänzt Bene unser Team perfekt. Mit ihm sind wir wieder sehr gut aufgestellt.“

 

 

Hinweis für die Redaktionen:

Weitere Infos finden Sie unter www.alpinkader.de und bei Facebook: www.facebook.com/alpinkader

Pressebilder und Logos gibt es unter www.alpinkader.de/presse

Ansprechpartnerin: Kirsten Lange, presse(at)alpinkader.de


Klimaschutz

DAV-Klimaschutzwald im Siebengebirge ist gesichert!

In diesem Sommer war es nun soweit: Die letzte Pflegemaßnahme zur Sicherung der Kultur unseres Klimaschutzwaldes auf dem Pfaffelsberg im Siebengebirge war vollendet! Beim abschließenden Einsatz waren 14 Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Einsatz, um den bedrängenden, teils zwei Meter hohen Adlerfarn zum Schutz der kleinsten Buchen, Wildkirschen und Speierlingen zu schneiden oder zu knicken. Nun hat der junge Buchenmischwald die Jugendgefahren, wie Dürre, Hasen- oder Rehverbiss und in unserem Fall besonders bedeutend, den verdämmenden Adlerfarn, weitgehend überstanden.

 

Ein Rückblick: Vor fünf Jahren hatten wir gemeinsam mit dem Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft den ersten Pflanzeinsatz auf dem Paffelsberg im Rahmen unseres Klimaschutzprojektes „Brennende Luft“ begonnen. Robert Nikolayczik gebührt der Dank für die Initiative des ersten Vorgängerprojektes in der Eifel und die besondere Einführung mit einem Aktionskonzert der Musikschule Bonn. Unter der Schirmherrschaft des damaligen Oberbürgermeisters der Stadt Bonn, Jürgen Nimptsch, hatten wir im November 2013 die ersten Buchen und Wildkirschen auf einer Windwurffläche eines ehemaligen Fichtenwaldes begonnen. Die Schaffung einer Klimaschutzwaldes bildete den praktischen Teil in einem Gesamtkonzept, den klimaschädlichen Verbrauch von CO2 in der Sektion zu bilanzieren, zu vermeiden und zu kompensieren. Neben der finanziellen Unterstützung eines Kompensationswaldes in Mittelamerika mit dem Partner CO2OL wurde ein praktischer Part in der Schaffung eines Klimaschutzwaldes in unserer Heimat umgesetzt.

 

Die Kenntnisse über den Klimawandel und die Möglichkeiten des Klimaschutzes konnten so den Mitgliedern der Sektion theoretisch und praktisch vorgestellt werden. Es wurde deutlich, dass Klimaschutz uns alle angeht und jeder seinen Teil am erforderlichen Klimaschutz beitragen kann.

 

In den vergangenen fünf Jahren haben rd. 50 junge und ältere Klimaschützer der Bonner Sektion bei sieben Arbeitseinsätzen mit rd. 350 Arbeitsstunden den DAV-Klimaschutzwald angelegt. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich für die Unterstützung des Vorstandes, der kleinen und großen Mitglieder der Familiengruppe sowie bei allen anderen mitschaffenden Sektionsmitgliedern ganz herzlich für den tatkräftigen Einsatz bedanken!
Jede/Jeder Einzelne wird hoffentlich die Stunden in unserem Klimaschutzwald nicht vergessen, die Mühen, die Erlebnisse und die Freude am gemeinsamen Ergebnis. Vielen Dank!! Dank auch an den Revierleiter, Herr Sommerhäuser und seinen Forstwirt, Herr Otto, die uns fachkundig und erläuternd bei den Einsätzen anleiteten.   
 
Im Rahmen der naturkundlichen Wanderungen der Bonner Sektion werde ich immer wieder gern diesen Ort ansteuern und thematisch einbauen, damit uns allen dieser Einsatz in unserem Klimaschutzwald in Erinnerung bleibt und die Gelegenheit besteht, das Waldwachstum von den jungen Waldbäumen zu einem stattlichen Wald beobachten zu können.    

Ihr Marco Reeck 

Ausgewählte Klimaschutz-Fakten:

  • 11 der wärmsten Jahre weltweit seit Beginn der Wetteraufzeichnungen fanden in den letzten 12 Jahren statt 1
  • Die Schmelze des Grönlandeises war sechsmal so groß von 2002 bis 2011 im Vergleich zu den zehn Jahre zuvor 1
  • Die Alpengletscher haben seit 1850 um 60 % an Volumen verloren 1
  • Das Jahresmittel der Lufttemperatur ist im Flächenmittel von Deutschland um 1,2 Grad gestiegen (1881-2010) 2
  • Die mittlere jährliche Niederschlagsmenge ist um rd. 11 % gestiegen 2
  • Die Anzahl der Heißen Tage (Höchsttemperatur > 30 Grad) ist von im Mittel 3 Tagen auf etwa 8 Tage angestiegen 2
  • Die Anzahl der Eistage ist von 27 (Höchsttemperatur von < Null  Grad) ist von 27 Tagen auf etwa 21 Tage pro Jahr gesunken 2
     

1: DAV-Broschüre Klimawandel in den Alpen (Hrsg. DAV 11/15)
2: Erster Monitoringbericht der Interministeriellen Arbeitsgruppe der
   Deutschen Bundesregierung zur Deutschen Anpassungsstrategie an
   den Klimawandel 2015



Die Sektion Bonn des DAV e. V. sucht ab sofort einen

Materialwart (w/m)

für den Verleih von Bergsportausrüstung (PSA)

 

Das sind die Aufgaben:

  • Organisation und Verleih des Bergsportmaterials der Sektion
  • jährliche Funktionsüberprüfung und Wartung des Bergsportmaterials sowie deren Inventur, Budgetplanung und Neuanschaffung 

Mehr erfahren